Chef der Steyler Bank über nachhaltige Geldanlagen

nachhaltige Geldanlagen

Geldanlage ist nicht gleich Geldanlage – in Zeiten des Klimawandels und erhöhten Umweltbewusstseins überlegen immer mehr Anleger, ob sie mit ihrem Investment neben finanzieller Rendite nicht auch einen ethischen Mehrwert erzeugen können. Tatsächlich entstehen immer mehr Nachhaltigkeits-Indizes, doch bedarf es eingehender Analyse, um herauszufinden, welche Unternehmen, Projekte und Produkte man mit seiner Anlage unterstützt.


Vertrauen und Transparenz

Dass die Finanzkrise zu einem schweren Vertrauensverlust gegenüber den großen Geldhäusern geführt hat, ist bekannt. Doch es gibt in dieser Situation auch Gewinner: Umweltbanken und kleinere Geldhäuser, die sich ethischen Prinzipen verpflichtet haben, erfreuen sich wachsenden Interesses. Eines davon ist die Steyler Bank in Bonn, die als Bank der Steyler Missionare besonders auf die Auswirkungen ihrer Unternehmenstätigkeit achtet und kürzlich mit dem Nachhaltigkeitssiegel der Zeitschrift „Ecoreporter“ ausgezeichnet wurde. Ihr Geschäftsführer Norbert Wolf kommentierte kürzlich in einem Interview für das Portal „green.wiwo.de“ des Magazins Wirtschaftswoche Aspekte der Nachhaltigkeit im Geldgeschäft (http://green.wiwo.de/chef-der-steyler-bank-nachhaltige-geldanlagen-sind-noch-zu-abstrakt/).

Nachhaltiges Investment könne es nur geben, wenn eine Bank das gesamte Wirtschaftssystem in den Blick nimmt, also über ökologische Aspekte hinaus auch auf soziale Gesichtspunkte achtet und schaut, wie ein Unternehmen geführt wird, so Wolf. Die Steyler Bank investiere beispielsweise in nichts, was Leben vernichtet – das impliziert Fragen der Gesundheit, des schonenden Einsatzes von Ressourcen, des verantwortungsvollen Umgangs mit Energie. So fallen viele Unternehmen schnell weg. Auch schlechte Unternehmensführung, fragwürdige Bilanzen, Kartellrechtsvergehen oder Korruption sind Ausschlusskriterien für die Steyler Bank.

Allerdings, so Wolf, sei das Thema Geld für viele Menschen sehr abstrakt – und in Kombination mit dem ebenfalls abstrakten und oft unkonkreten Begriff Nachhaltigkeit entsteht so erneut Unsicherheit. Die Branche müsse daher viel greifbarer machen, was eine nachhaltige Geldanlage genau bewirkt, etwa indem man die Umweltbelastung nachhaltig hergestellter Produkte mit konventionell produzierten Produkten vergleicht. Auch nachhaltige Geldanlagen brauchen Transparenz und Informationen.

Indizes oder Fonds?

Die zahlreichen, auf Basis sehr sorgsamer Analyse und Bewertung zusammengestellten Aktien-Indizes können schon allein von ihrer Struktur her dem Anleger nicht in der nötigen Informationstiefe transparent machen, was genau er mit seinem Geld unterstützt. Der Dow Jones Sustainability Index etwa wählt aus 2500 Unternehmen diejenigen aus, die bei einem hohen Nachhaltigkeitsanspruch die beste Performance haben. Wer sehr genau wissen will, wo er sich finanziell engagiert, sollte sich daher besser für projektgebundene Fonds entscheiden, die in Bereichen investieren, die dem Anlieger wichtig sind.

Wer den Klimaschutz fördern will, kann beispielsweise zum ThomasLloyd Cleantech-Infrastructure Fund der ThomasLloyd Investmentbanking- und Investmentmanagementgruppe greifen – ThomasLloyd ist seit 35 Jahren im Sektor erneuerbare Energien und Cleantech aktiv, finanziert ausschließlich Projekte aus diesem Bereich und bringt neben dem ökonomischen auch das technische Know-how mit, um die Projekte erfolgreich zu planen und zu realisieren (www.thomas-lloyd.de). Denn auch bei hohem ethischem Anspruch der Umweltprojekte müssen ihre technische Funktionalität und eine solide Wirtschaftlichkeit gegeben sein, damit die Anleger ihr Investment sowie die Renditen ausbezahlt bekommen.

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