dena-Marktanalyse: Ausbau und Perspektiven für erneuerbare Energien weltweit

Staudamm

Technologie zur Gewinnung von Strom aus regenerativen Quellen ist weltweit gefragt, und die Hersteller von Windanlagen, Solarmodulen, Turbinen etc. leisten einen ansehnlichen Beitrag zum jeweiligen nationalen Exportaufkommen.

Cleantech ist ein globales Handelsgut geworden. Grund genug für die Deutsche Energie-Agentur dena, gemeinsam mit der Exportinitiative Erneuerbare Energien die aktuelle Entwicklung auf den weltweiten Märkten zu analysieren, um Herstellern, Händlern und Investoren Einblick in die jeweiligen Trends geben zu können. Von den über 190 für die Studie „dena-Marktanalyse 2013. Status und Ausblick für die weltweite Entwicklung erneuerbarer Energien“ anfangs ausgewählten Ländern mussten allerdings mehr als 60 wieder ausgeschlossen werden, da entweder keine ausreichenden Feindaten vorlagen oder die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Berücksichtigung nicht sinnvoll machte. Präsentiert werden also Ergebnisse für 127 Staaten, davon 23 amerikanische, 22 afrikanische, 43 asiatische und 39 europäische.

Unterschiedlich strukturierte Märkte

Die regionale Auswertung der Analysedaten zeigt, dass die weltweite Bedeutung erneuerbarer Energien insbesondere außerhalb Europas weiter zunimmt. So sind 2012 im Vergleich zu den Vorjahren neue Wachstumsmärkte für Photovoltaik und Wind vor allem außerhalb des europäischen Kontinents entstanden. Dabei gewinnt der Ausbau in Entwicklungs- und Schwellenländern zunehmend an Bedeutung. Vier der fünf neu hin-zugekommenen Wachstumsmärkte für Windenergie liegen außerhalb Europas. Ähnlich bei der Solarenergie: Auch hier ist die Anzahl der außereuropäischen Länder mit einem bereits relativ hohen Photovoltaik-Zubau noch einmal gewachsen.

Volkswirtschaften, die bislang einen eher geringen Anteil erneuerbarer Energien im Energiemarkt haben, machen einzelne Technologien aus unterschiedlichen Gründen verstärkt zum Bestandteil ihrer offizieller Ausbauziele, wozu häufig die Einführung regulatorischer Vorgaben und die Etablierung spezifischer Förderinstrumente genutzt werden.

Sinkende Systemkosten einzelner Technologien – vor allem im Photovoltaik- und Windenergiebereich – sorgen zusammen mit einer oftmals überdurchschnittlich guten Ressourcenlage für einzelne Anwendungen und steigenden Kosten für Strom aus fossilen Energieträgern für eine verbesserte Konkurrenzfähigkeit gegenüber konventionellen Kraftwerken.

Preisrückgang und Förderung

Absolut gesehen lagen die Investitionen in erneuerbare Energien im Jahr 2012 mit 244 Milliarden US-Dollar um zwölf Prozent unter den Wert von 2011. Maßgeblich hatte daran der Preisrückgang in mehreren Technologiebereichen einen Anteil. Zugleich nahm jedoch die Bedeutung von Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern – 112 Milliarden Dollar, das sind 48 Prozent der global angelegten Mittel – um 19 Prozent gegenüber 2011 deutlich zu.

Generell ist das politische Klima für den Ausbau der Erneuerbaren-Kapazitäten günstig. 89 der untersuchten Länder haben aktuell definierte Ausbauziele für regenerative Energien. Außer steuerlichen Anreizsystemen haben 84 der analysierten Staaten zusätzliche Fördersysteme für mindestens eine Technologie aufgebaut, 64 Staaten bieten feste Einspeisevergütungen oder Prämiensysteme. Neben 34 europäischen verfügen vor allem 18 asiatische Länder über Regelungen zur Förderung der sauberen Stromproduktion.

Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen, so das Fazit der dena-Marktanalyse, bleiben ein wichtiges Exportgut. In vielen Ländern verbessern sich die Ausbau- und damit zumeist auch Investitionschancen kontinuierlich, wobei sich fallende Weltmarktpreise für einzelne Technologien begünstigend auswirken. Generell sind Cleantech-Investitionen dort am erfolgversprechendsten, wo die Ausgangsbedingungen – intensive Sonneneinstrahlung, kontinuierliche Windverhältnisse, großes Aufkommen an Biomasse – einen hohen Ertrag der Anlagen sichern und verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen herrschen.

Die Projekte der ThomasLloyd Group auf den Philippinen bestätigen die beschriebene Entwicklung: Stabile staatliche Regelungen sichern die Wirtschaftlichkeit der Erneuerbare-Energien-Kraftwerke seitens der Administration. Hohe Energieerzeugung garantierende Sonnen- und Windverhältnisse sowie ein mehr als ausreichendes Aufkommen der benötigten Biomasse bilden die materielle Grundlage der Anlagen. Außerdem bestehen sie aus ausgereiften technischen Komponenten namhafter internationaler Hersteller, was einen weitgehend störungsfreien, energetisch sehr effizienten Betrieb verspricht (www.thomas-lloyd.de).

Die kostenpflichtige „dena Marktanalyse 2013“ ist über die Exportinitiative Erneuerbare Energien zu beziehen (www.exportinitiative.de). Dort steht auch eine kostenlose Zusammenfassung zum Download bereit.

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