Deutsche Bank sagt Durchbruch für Solar-Energie voraus

Solarpanels

Nun bringt auch die Dynamik der Wirtschaft die Energiewende voran: 2014, so besagen es gleich mehrere Prognosen, wird das Jahr des Durchbruchs für die Solarenergie – weltweit.

Den Anfang machte die USB-Bank bereits im Januar – in einem Report brachten sie weltweit steigende Stromkosten und fallende Preise für Solartechnik in Beziehung zueinander und leitete daraus einen verstärkten Zubau von Photovoltaik-Anlagen ab (www.reneweconomy.com.au).

Ein Marktausblick der Deutschen Bank präsentiert nun eine ähnliche Erwartung: Die Fachleute korrigierten ihre Erwartung an die Expansion der Solarkapazität um immerhin 20 Prozent nach oben auf nunmehr 30 Gigawatt; derzeit existieren weltweit 100 Gigawatt Kapazität. Auch sie nennen den Preisverfall der Module als Grund für diese Dynamik (green.wiwo.de).

Solarenergie: Wende-Jahr 2014

Ab 2014, so die einhellige Meinung, werden dann in vielen Ländern der Erde andere Bedingungen herrschen: Eigenverbrauchter Solarstrom wird oftmals billiger sein als konventionell erzeugter Strom. In Indien und Italien kostet die Kilowattstunde nur noch 12 Cent, in China, den USA, Mexiko und in der Karibik erwartet man einen Solar-Boom.

Die zu erwartende Wende, die die Deutsche Bank kommen sieht, ist eine grundsätzliche: Der gesamte Solarbereich werde sich von einem subventionierten zu einem selbsttragenden Markt wandeln, so ein Fazit des Reports.

Auch der aktuelle „Global Market Report for Photovoltaics 2013–2017“, den die European Photovoltaic Industry Association (EPIA) vorgelegt hat, ist entsprechend optimistisch. Zwar durchlaufe der Markt derzeit eine Krise, weil sich Produktionsstandorte und Abnehmermärkte teils neu konsolidieren und der Schwerpunkt von Europa nach Asien verlagere. Doch sei die Konkurrenzfähigkeit des Sonnenstroms der wichtigste Aspekt, der seine globalen Zukunftsperspektiven sichere – und die Zeichen stünden auf Wachstum (www.epia.org).

Konstruktive Marktlogik

Man kann davon ausgehen, dass die Marktlogik, welche angesichts niedrigerer Preise einen wachsenden Marktanteil der Photovoltaik gegenüber konventionellen Energieerzeugern sicher macht, auch in anderen Weltregionen wirksam sein wird. Vor allem die Länder Süd- und Südostasiens, die einen verstärkten Ausbau regenerativer Energienutzung vorantreiben, werden auf die Marktentwicklung reagieren – jene Technologie, die für ein geringeres Investment den höheren Stromertrag und damit Gewinn bringt, hat die besseren Zuwachschancen. Und von Thailand über Indonesien bis zu den Philippinen (www.thomas-lloyd.de) sind die Sonnenstunden so zahlreich und ist die Energieeinstrahlung so intensiv, dass die Solarwirtschaft auch hier in absehbarer Zeit wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen und wachsen wird.

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