Gute Perspektive: Nachhaltig ausgerichtete Länder sind die besseren Investment-Partner

Grünes Investment

Angesichts aktueller und jüngst überstandener Wirtschaftskrisen und weltweit niedriger Zinsen prüfen Investoren immer wieder, wo ihre Gelder mit einer sowohl starken als auch dauerhaften Rendite angelegt werden können.

Wichtige Hinweise enthält nun ein Report der Schweizer Bank J. Safra Sarasin (www.jsafrasarasin.ch). Das auf nachhaltige Finanzanlagen spezialisierte Institut mit über 20 Jahren Erfahrung in diesem Sektor hat überprüft, welche Länder nach aktueller Einschätzung in der Lage sind, langfristiges Wachstum zu erzielen. Denn vor allem nachhaltig wirtschaftende Länder werden am besten in der Lage sein, aufgenommene Gelder auch vereinbarungsgemäß zurückzuzahlen. Ergebnis der Sieben-Jahres-Analyse: Im Bereich der Staatsanleihen hätten sich die Schuldpapiere entsprechender Länder global überdurchschnittlich entwickelt und lägen deutlich über dem Wert nicht-nachhaltiger Staaten (green.wiwo.de).

Nachhaltigkeit als gesamtstaatliche Größe

Bezogen auf Industrienationen wäre dieses Ergebnis so durchaus zu erwarten gewesen. Interessant ist aber die Beobachtung, dass bei Schwellenländern, wie etwa Brasilien, Peru oder Indonesien, diese Differenz sogar noch stärker ausgeprägt ist. So lagen Ende Dezember 2012 die Staatsanleihen nachhaltiger Schwellenländer um 77 Prozentpunkte über denjenigen nicht-nachhaltiger „emerging countries.

Zentrale Gesichtspunkte der Untersuchung waren das Vorhandensein und der effiziente Umgang mit natürlichen, wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen, also öffentliche Verschuldung ebenso wie demografische Aspekte, Rohstoffressourcen oder der Umgang mit Land und Wasser. Auch ökonomische und politische Gesichtspunkte wie das Vermögensgefälle, Korruption und Inflation flossen in die Analyse ein.

Auf den ersten Blick ist logisch, dass Länder mit großen Ressourcen-Vorräten wirtschaftlich stabiler dastehen. Doch ändert sich hier ein zentraler Aspekt: War früher die Menge der Ressourcen wichtig, ist es heute der Umgang mit ihnen – wer sie effizient nutzt und damit nachhaltig bewirtschaftet, zieht daraus ökonomisch den größten dauerhaften Nutzen.

Orientierung für privates Investment

Die Einschätzung der Bank Sarasin ist auch jenseits des Bereichs Staatsanleihen aufschlussreich, denn nachhaltig wirtschaftende Länder werden ebenso bei Privatinvestments verlässliche Partner sein und ihren Verpflichtungen zuverlässig nachkommen. Denn: Zukunftssicherndes Handeln unterscheidet nicht zwischen der Herkunft der Finanzierung. Vielmehr wird die angestrebte Sicherung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven vor allem über Stabilisierungsmaßnahmen im ökonomischen, sozialen und ökologischen Bereich erreicht.

Das bestätigt ein konkreter Blick auf ausgewählte Länder. So haben etwa Thailand, Indonesien und die Philippinen rechtlich und administrativ gute Voraussetzungen geschaffen, dass ausländische Investments sicher bedient werden. Dies lässt sich unter anderem für die Philippinen an einer Heraufstufung durch Rating-Agenturen ablesen (www.rappler.com). Um Investoren für Cleantech-Projekte zu gewinnen, die für den konsequenten Weg der Länder zu ihrer unabhängigen Versorgung mit sauberer Energie zentral sind, gibt es effektive Regelungen wie zum Beispiel Steuererleichterungen, langfristige Abnahmegarantien für Grünstrom und ausreichend bemessene „feed-in tariffs“, also garantierte Abnahmekonditionen.

Auf diese Weise wächst die echte Nachhaltigkeit sowohl der genannten als auch anderer, energetisch ähnlich ausgerichteter Schwellenländer in gesamtwirtschaftlicher und zugleich finanzpolitischer Hinsicht. Damit rücken nachhaltig wirtschaftende „emerging countries“ – nach entsprechend gründlicher, individueller Detail-Prüfung! – in den Fokus von Privatinvestoren, die dort lukrative Investments vor allem im Cleantech-Bereich finden. Dies ergibt eine Win-Win-Situation, da gleichzeitig die Regierungen die Umsetzung ihrer Konversions-Agenda mit internationalem Engagement schneller und volkswirtschaftlich effektiver erreichen können und deshalb bereit sind, Finanzanlagen entsprechend abzusichern. Aus diesen Gründen hat sich die ThomasLloyd Group nach reiflicher Prüfung und auf der Beurteilungsbasis eigener langjähriger Erfahrungen zur Realisierung ihrer Solar, Windenergie- und Biomasse-Projekte auf den Philippinen und in Kambodscha entschieden (www.thomas-lloyd.de).

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