Investitionen in Cleantech werden immer beliebter, zeigt eine neue Studie

Windkrafträder in einem Rapsfeld

Zwei Faktoren beeinflussen derzeit das globale Investment-Geschäft: niedrige Zinsen und ein weltweiter Bedarf an Anlagemöglichkeiten. Daher werden immer mehr Mittel in den Ausbau von Infrastrukturmaßnahmen in den Bereichen Energie und Verkehr angelegt. In ihrer aktuellen Studie „Infrastrukturinvestments bei institutionellen Investoren“ hat die Commerz Real diesen Trend in Zusammenarbeit mit dem Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin näher dokumentiert (finanzwelt.de).

Zukunftsperspektive Cleantech – ökonomisch und  ökologisch

Steigende Energiepreise, wachsender Energiebedarf und die immer deutlicher werdende Notwendigkeit für effektiven Klimaschutz lassen eine ständig steigende Zahl Investoren auf Sachwertanlagen im Bereich der erneuerbaren Energien aufmerksam werden. Gut die Hälfte der institutionellen Investoren, deren Portfolios Infrastrukturanlagen umfassen, hat sich bereits in diesem Bereich engagiert. Dazu gehören vor allem Unternehmen, Versicherungen, Versorgungswerke, Pensionskassen, Stiftungen, kirchliche Einrichtungen und Banken.

Der Trend ist unverkennbar: Hatten Infrastrukturinvestments 2010 noch einen durchschnittlichen Anteil von lediglich 0,7 Prozent an den Portfolios, wuchs dieser Wert 2012 auf 1,2 Prozent. Unter den institutionellen Investoren ist das Zielgebiet Infrastruktur schon weit beliebter, der Anteil wuchs von 23 Prozent im Jahr 2011 auf aktuell etwa 35 Prozent. Investitionsobjekte im Bereich Cleantech gelten auch hier als besonders attraktiv.

Künftiger Anlagemarkt Schwellenländer

Und das ist nicht verwunderlich: Um Mittel zu akquirieren, sichern immer mehr Staaten Cleantech-Investitionen durch langfristig garantierte Einspeisevergütungen oder Steuererleichterungen ab. Die allenfalls geringen Risiken sichern planbare Renditen in lohnenden Größenordnungen. Derzeit interessieren sich erst fünf Prozent der institutionellen Anleger für Projekte in Schwellenländern, was sich aber schon bald ändern wird: Der große Ausbaubedarf im Energiesektor – mit starkem Fokus auf regenerativen Technologien – erfordert bis 2050 Mittel in Billionenhöhe, was ohne das Engagement internationaler Anleger nicht realisierbar sein wird.

Es liegt daher im Interesse der aufstrebenden Staaten, ihr bevorstehendes Wirtschaftswachstum, dessen Infrastrukturinvestitionen nicht aus eigener Kraft bewältigt werden können, durch entsprechende Garantien abzusichern. Staaten wie Thailand oder die Philippinen, wo die global führende Investmentbanking- und Investmentmanagementgruppe ThomasLloyd (www.thomas-lloyd.de) mehrere große Projekte umsetzt, zeigen beispielhaft, wie sich für ökologisch orientierte Ausbaupläne durch entsprechende Reglements und juristisch tragfähige Absicherungen das Vertrauen internationaler Anleger gewinnen und dauerhaft halten lässt.

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