Moody’s: Philippinen erreichen internationale Kreditwürdigkeit

Reisfelder

Endlich zahlen sich die Bemühungen der philippinischen Regierung aus: Im Oktober hat Moody’s als vierte der bedeutenden Rating-Agenturen dem Land sichere Kreditwürdigkeit zugesprochen.

Früher galt das Inselreich lange als „kranker Mann Asiens“, doch eine kontinuierliche makroökonomische Vernunftspolitik, gute Regierungsführung und starkes Wirtschaftswachstum führten nun zur positiven Neubewertung. Bereits im März hatte die Ratingagentur Fitch das Land entsprechend taxiert, im Mai gefolgt von Standard & Poors und der in Asien bedeutenden Japan Credit Rating Agency Ltd. Einhellig wird den Philippinen nun „Investment Grade“ mit stabilem beziehungsweise positivem Ausblick bescheinigt, das sich in BBB- bzw. Baa3-Ratings niederschlägt (www.rappler.com/business/economy-watch/40469-philippines-investment-grade-moodys).

Sichere finanzielle Perspektiven

Die Philippinen erreichen damit einen besonderen Status, denn es ist ein „credit rating“. Dem Land wird damit bescheinigt, dass es in internationalen Geschäftsbeziehungen ein sicherer Partner ist und stark genug, seine Schulden auch zu begleichen.

Entsprechend optimistisch reagierte der Chef der Zentralbank, Amando Tetangco: „Diese Entwicklung wird gewiss zu mehr nationalen wie internationalen Investments in diesem Land führen. Größere Investments sollten in einer Zeit der Transformation die Basis für nachhaltiges Wachstum der philippinischen Wirtschaft stärken“, erklärte er.

„Der neue Weg des Wachstums wird teilweise durch ein verbessertes Finanzmanagement gestärkt“, hieß es seitens Moody’s, was höhere Ausgaben für Infrastruktur und soziale Belange erlaube.

Spitzenstellung im Raum Asien-Pazifik

2012 erlebte die philippinische Wirtschaft ein Wachstum von 6,8 Prozent, und mit einem Wert von 7,6 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2013 liegt es im Spitzenfeld der Region Asien-Pazifik. Für die kommenden Jahre wird ein weiteres kraftvolles Wirtschaftswachstum prognostiziert, das dann maßgeblich durch internationale Investitionen unterstützt werden dürfte. Vor allem die geplante Konversion des Energiesektors zu regenerativen Energiequellen ist auf Know-how aus den Industrienationen angewiesen.

Experten von Greenpeace schätzen das Potenzial der Philippinen zur Erzeugung sauberen Stroms mit gut 260.000 Megawatt als besonders hoch ein (www.renewablefacts.com/country/philippines/renewables). Die von allen Rating-Agenturen anerkannte gute Regierungsführung sowie die bereits erfolgten Maßnahmen zur Förderung regenerativer Energien dürften den Inselstaat daher zu einer interessanten Zielregion für Investitionen in Cleantech und Erneuerbare-Energien-Infrastruktur machen.

Bild stammt von: Dariusz T. Oczkowicz (Fotolia)