Neuer Sachstandsbericht – wirksamer Klimaschutz nötiger denn je

Klimaschutz

Die Lage wird ernst – und der Handlungsbedarf dringlich; der Weltklimarat stellte in Yokohama den dritten Teil seines fünften Sachstandsberichts zur Situation des Klimas vor und zog eine alarmierende Bilanz: Die bislang von zahlreichen Staaten unternommenen oder zugesagten Maßnahmen zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes reichen nicht aus, um die drohenden Gefahren im notwendigen Maß einzudämmen (www.de-ipcc.de).

Aufhalten kann man den Klimawandel nicht – aber mittels intensiver Bemühungen dafür sorgen, dass seine Folgen beherrschbar bleiben. Doch dafür ist es nötig, den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad gegenüber vorindustrieller Zeit zu begrenzen. Werden keine effektiveren Maßnahmen ergriffen, droht jedoch bis 2100 eine Erwärmung von bis zu fünf Grad.

Klimawandel: spürbare Veränderungen

Der Klimawandel manifestiert sich zumeist in verändertem Wetter – Dürre oder starke Niederschläge nehmen zu. Doch in allen Regionen der Erde lassen sich weitere, weniger offenkundige Wandlungsprozesse beobachten: Die Meere werden wärmer, die Migration der Tiere und ihr Verhalten im jahreszeitlichen Turnus verändern sich. An wärmere Lebensbedingungen gewöhnte Lebewesen – Tiere wie Pflanzen – erobern neue Lebensräume, Biotope geraten durcheinander. Und auch Krankheitserreger finden neue Ausbreitungsgebiete.

Auf einzelne Veränderungen könnte sich die Menschheit vielleicht einstellen – aber nicht auf alle zugleich, zumal niemand vorhersagen kann, wie sich das ursprüngliche Gefüge verändert: Neben bedrohlichen Wetterphänomenen muss auch mit schlechteren Ernten gerechnet werden, zudem steigen die Meeresspiegel durch Zufluss abschmelzender Eismassen sowie durch die einfache physikalische Wärmeausdehnung. Mittel- bis langfristig werden sich die Lebensräume vieler Menschen so sehr verändern, dass sie in geeignetere Regionen abwandern müssen – und das könnte im schlimmsten Fall Hunderte Millionen Menschen betreffen und zu schweren Konflikten führen.

Große Chance: klimaschonende Technologien

Doch gibt es auch eine positive Sicht: Wir kennen die Ursache des drohenden Problems – und wir haben wirksame Mittel, um es zu beheben. Der Klimawandel wird weitgehend vom Ausstoß der Klimagase wie CO2 oder Methan verursacht, die sich in der Atmosphäre sammeln und die Abstrahlung der einfallenden Sonnenwärme ins Weltall verhindern. Der Planet heizt sich wie in einem riesigen Treibhaus kontinuierlich auf.

Die klimaschädlichen Gase entstehen vor allem bei Verbrennungsprozessen, die der Energie- und Wärmeerzeugung dienen. Und so klingt der Lösungsweg einfach: Alle bisher klimabelastenden Energie- und Wärmeerzeugungsprozesse müssen künftig durch klimaschonende Technologien geleistet werden. Diese Technologien existieren, sie sind erprobt, effektiv und auch in sehr großem Maß einsetzbar.

Daher zieht der Weltklimarat ein eindringliches Fazit: Der Umstieg auf erneuerbare Energien muss so schnell und so umfassend wie möglich vollzogen werden, wenn die schlimmsten Konsequenzen der Klimaveränderungen noch zu verhindern sein sollen. Da Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum und der damit einhergehend stark zunehmende Energiebedarf vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern stattfinden wird, die zugleich am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sein werden, sind sie auch die Zielregionen, in denen diese Technologien breit etabliert werden müssen.

Das wird jedoch nicht ohne stärkstes Engagement der reicheren Nationen möglich sein. So wie es ThomasLloyd mit seinem Engagement auf den Philippinen vorlebt, wo sich derzeit im Rahmen des ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Funds sieben Projekte in verschiedenen Stadien der Planung und Fertigstellung befinden, die für die Stromversorgung von mehr als 1,3 Millionen Menschen sorgen sollen.

Doch es gibt noch eine weitere positive Perspektive: Energie ist ein gigantischer Markt – gleichgültig, ob sie regenerativ oder konventionell erzeugt wird. Und da man auch mit sauberer Energie beträchtliche Umsätze machen und Gewinne erzielen kann, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich hier auch ökonomische Kräfte massiv für die Ziele des Klimaschutzes einsetzen. Wichtig ist nur, dass auch dies so bald wie möglich geschieht.

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