Philippinen: Starker Zuwachs bei Auslandsinvestments

Skyline von Makati, Philippinen

Ein Tiger wird stärker: Die Philippinen – einer der süd- bzw. südostasiatischen neuen Tigerstaaten – kann nicht nur ein starkes Wirtschaftswachstum und eine verbesserte Einstufung durch Rating-Agenturen aufweisen. Auch die internationalen Investitionen stiegen beachtlich.

Schnelles Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum kann Schwellenländer überfordern –neue Anforderungen kollidieren mit oft unzeitgemäßem Politikverständnis wie etwa strikter Wirtschaftslenkung oder einem schwerfälligen Verwaltungsapparat. Weist ein Land nicht die nötige Dynamik auf, wenden sich internationale Partner wieder ab, so interessant ein Engagement mittelfristig auch sein könnte.

Philippinen: Die Basis bildet die solide Politik

Anders auf den Philippinen: Die Inselrepublik steuert in ihrem kraftvollen wirtschaftlichen Entwicklungsprozess einen soliden Kurs, der in mehreren Bereichen positive Resultate bringt. So stuften im Verlauf des vergangenen Jahres gleich vier renommierte Rating-Agenturen – Fitch, Standard & Poor‘s, die in Asien wichtige Japan Credit Rating Agency Ltd und schließlich Moody’s – das Land auf Baa3 hoch (www.rappler.com). Was einem Durchbruch gleichkommt: Baa3 ist ein „credit rating“, das einem Land attestiert, in seinen Wirtschaftsbeziehungen als verlässlicher Partner zu agieren und vor allem das ökonomische Potenzial zu haben, seine Verbindlichkeiten auch zu erfüllen.

Zusammen mit anhaltend starken Wachstumswerten – für 2014 werden sieben Prozent erwartet, 2013 waren es 6,2 Prozent – waren das eindeutige Signale, die verstanden wurden: In den ersten elf Monaten des Jahres 2013 flossen Investitionen in Wert von 3,6 Milliarden US-Dollar ins Land, ansehnliche 36,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu Recht wertet die philippinische Zentralbank (Bangko Sentral ng Pilipinas, BSP) das als Zeichen des Vertrauens in die Wachstumsperspektiven des Landes und den soliden Kurs der Regierung (www.interaksyon.com).

Die Mittel stammen überwiegend aus den USA, Großbritannien, Japan, Hongkong und Singapur und flossen vor allem in den Ausbau der Energieerzeugung, Erweiterung bzw. Modernisierung von Produktionskapazitäten und in die Handelsaktivitäten. Und sie nützen dem Land dauerhaft, da auf dem Arbeitsmarkt gegenüber 2012 ein drittel mehr Jobs geschaffen werden konnten.

Vorzeigeprojekte von ThomasLloyd

Ein Musterbeispiel zukunftsfähiger Investitionen sind die Projekte der ThomasLloyd Group auf der Insel Negros. Die Investmentbanking- und Investmentmanagement-Gruppe bringt die passenden Produkte in die richtige Region. Auf Negros wächst der Energiebedarf, und zugleich verfügt die Insel über große Potenziale regenerativer Energie. Durch den Bau von Solar- und Biomasse-Kraftwerken kann das ökonomische und soziale Wachstum nun ohne Klima- oder andere Umweltbelastungen forciert werden (www.thomas-lloyd.de).

Ein zentral wichtiges Element ist die lokale und regionale Wertschöpfung, die durch die Cleantech-Anlagen möglich wird. Es wird nicht nur gelingen, aus Sonnenenergie und der Umwandlung agrarischer Reststoffe in Strom Werte zu schaffen; im Rahmen der bis 2016 umzusetzenden Projekte zur regenerativen Energieerzeugung auf den Philippinen entstehen über 13.000 feste primäre Arbeitsplätze in den Kraftwerken und der umliegenden Landwirtschaft, zu denen zweifellos weitere Jobs im sekundären Bereich hinzukommen werden.

Möglich sind solche erfolgreichen bzw. erfolgversprechenden Aktivitäten, wenn beide Partner – Investor bzw. Zielland oder Zielregion – mit Erfahrung und Augenmaß vorgehen. Die philippinische Regierung hat im Rahen eines politischen De-Risking Vorschriften und Genehmigungsverfahren vereinfacht und durch Erlass von Importzöllen und Steuern auf die erwarteten Gewinne die ökonomischen Perspektiven des Investors verbessert und abgesichert. Das Management von ThomasLloyd hat auf Basis einer mehr als 30-jährigen Erfahrung effektiv ausgerichtete und angemessen dimensionierte Cleantech-Projekte entwickelt, die sich am Bedarf orientieren und mit vielfach bewährten Technologien arbeiten.

Wie sehr mit dem Ausbau der regenerativen Energieerzeugung auf den Philippinen der aktuelle Bedarf erkannt wurde, zeigt der Umstand, dass ThomasLloyd nach einer Kooperationsvereinbarung mit der International Finance Corporation den Kapitalfluss intensivieren wird und mindestens zwei weitere Cleantech-Projekte auf Negros in die konkrete Planung aufgenommen hat.

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