Studie: Klimaschutz funktioniert nur mit Belohnung

Luftverschmutzung

Das Klima zu schützen, erfordert nicht nur Engagement und finanziellen Einsatz – nötig ist auch die Bereitschaft, heute zu handeln, ohne dass die beabsichtigten Effekte unmittelbar oder in naher Zukunft sichtbar wären. Denn Klimaschutz ist ein Langzeitprozess.

Fast jeder sieht ein, dass dringend etwas gegen steigende Temperaturen und die daraus resultierenden Gefahren unternommen werden muss. Doch wie motiviert sind die Menschen, so selbstlos zu handeln und jetzt Kosten und Aktivitäten auf sich zu nehmen, die erst kommenden Generationen zugutekommen werden? Experten des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie haben diese Frage mit einem aufschlussreichen Versuch beantwortet.

Egoismus oder Altruismus?

Als Ausgangsthese nutzte das internationale Team einen Essay des Ökonomie-Nobelpreisträgers Thomas Schelling, der 1995 festgestellt hatte, dass Menschen nur schwerlich zu Klimaschutzmaßnahmen motiviert werden könnten, wenn sie nicht selbst von den Erfolgen profitieren oder diese zumindest sehen würden. Für ihren praktischen Versuch, diese These zu bestätigen oder zu widerlegen, bedienten sich die Forscher eines in der Sozialforschung und Verhaltensökonomie gängigen Verfahrens: In einem ausgeklügelten Direktversuch hatten Kandidatengruppen – vereinfacht gesagt – im Rahmen eines „Public Goods“-Spiels drei Optionen, einen Geldbetrag anzulegen.

  • Strategie eins erbrachte schnellen persönlichen Gewinn, aber geringen Nutzen für die Gruppe (der hier mit Klimaschutz gleichgesetzt wurde).
  • Strategie zwei führte zu einem ausgewogenen Verhältnis zwischen mittelfristigen individuellen und kollektiven Vorteilen.
  • Strategie drei belohnte den einzelnen Spieler am wenigsten, brachte jedoch späten, größten Nutzen für alle.

Ein wenig enttäuscht mussten die Forscher zugeben, dass ihr Test Schellings Annahme bestätigt hatte: Am erfolgreichsten waren die Gruppen, bei denen der frühe persönliche Gewinn winkte und der Klimaschutz zu kurz kam – und erfolglos jene, die uneigennützig auf einen späten Gruppenvorteil hinarbeiteten. Auf den Klimaschutz übertragen heißt das, dass eine persönliche Belohnung die stärkste Motivation für ein Engagement darstellt (www.mpg.de/7570333/klimaschutz_belohnung).

Belohnung als Motivation und Antrieb

So enttäuschend die Ergebnisse der Max-Planck-Forscher vor einem ethischen Hintergrund auch sein mögen – sie zeigen zugleich einen interessanten Weg auf, der in der Finanzwirtschaft bereits erfolgreich beschritten wird. Wenn tatsächlich eine Belohnung der stärkste Antrieb ist, sich für ein allgemein wichtiges Ziel einzusetzen, kann man diese Tatsache effektiv einsetzen.

Ein Beispiel ist die ThomasLloyd Investmentmanagement-Gruppe, die ausschließlich in Cleantech und erneuerbare Energien investiert und bislang schon über 38.000 Anleger zu finanziell erfolgreichem Engagement motivieren konnte. Der Schlüssel: Außer dem moralisch hohen Anspruch, mit seinen Mitteln einen guten Zweck zu fördern und den Klimaschutz zu unterstützen, bekommen die Anleger eine ansehnliche Rendite in Aussicht gestellt. So profitieren nicht nur die Menschen in den Zielländern von Emissionsvermeidung und Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern auch diejenigen, die zum Beispiel mit dem ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund die ökonomische Basis dafür legen (https://www.thomas-lloyd-cti8.de/).

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